Autor Thema: Geschichte  (Gelesen 2076 mal)

Republik Eldeyja

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Geschichte - 20.02.2011, 17:08


Besiedlung und Wikingerzeit

Im Jahr 860 n.Chr. entdeckten Wikinger aus Nugensil, die in einem Sturm vom Kurs abgekommen waren, die unbewohnte Insel im Nordwesten des Nordanik. Der Sage nach soll bei ihrem ersten Landgang Lava ins Meer geströmt sein, so dass sie die Insel Eld-eyja, Feuerinsel tauften. Die erste von Wikingern gegründete Siedlung wird auf das Jahr 876 n. Chr. datiert.

In der darauf folgenden „Landnahmezeit“ zwischen 880 und 930 übersiedelten den Annalen zufolge etwa 400 Häuptlingsfamilien aus Nugensil nach Eldeyja. Unter ihnen befanden sich auch zahlreiche Sklaven, die zumeist aus Eihlann stammten und teilweise bereits Christen waren.

Bald nach der Landnahme entwickelten sich lokale Versammlungen der Eldländer, die schließlich zur Einführung des einmal jährlich für mehrere Wochen tagenden Allthings führten, bei dem sich im Jahr 930 erstmals die Häuptlinge (Goden) der Insel trafen und Recht sprachen. Das Allthing gehört damit zu den ältesten noch existierenden Parlamenten der Welt.

Um 1000 entdeckten eldländische Seefahrer das Festland der Arktis. Erik der Blaue soll später bis nach Astor vorgedrungen sein, der Versuch im heutigen Roldem zu siedeln wurde jedoch aufgegeben.

Ab 1280 versuchten verschiedene mächtige Fürsten aus Nugensil Eldeyja unter ihre Kontrolle zu bringen, was jedoch nie dauerhaft gelang. Als Nugensil selbst unter den Einfluß Neuenkirchens geriet, war diese Gefahr zunächst gebannt.



Christianisierung

Im Jahr 1300 erklärte das Allthing das Christentum zur Staatsreligion. Die wichtigsten Handelspartner Eldeyjas, Nugensil, Neuenkirchen und Albernia waren bereits christianisiert und erhöhten nun aus machtpolitischen Gründen auch den Druck auf die Insel.

Da zumeist die Häuptlinge das Priesteramt übernahmen, entstand jedoch keine unabhängige kirchliche Macht im Land, über allem beherrschend blieb das Allthing. Der Glaube an die nordische Götterwelt blieb daher erlaubt und durfte weiterhin praktiziert werden, die Rechtsprechung jedoch an christliche Grundsätze gebunden.

Die Folge war ein deutlicher Rückgang der Blutfehden und das Aufblühen der berühmten eldländischen Schriftkunst. In den nächsten Jahrzehnten entstanden bedeutende Handschriften wie der Codex Eldeyja, die Ebba-Saga oder das Sigurd-Lied.





Katastrophen und wirtschaftlicher Aufstieg

Das Interesse Neuenkirchens und Albernias an der abgelegenen Insel schwand zusehends, besonders nachdem in ganz Adrastea die Pest ausbrach und weite Landstriche verwüstet zurückließ.

Ab dem 15. Jahrhundert begann der rasante Aufstieg der eldländischen Fischerei. Getrockneter Fisch wurde ein begehrtes Exportgut neben Schaffleisch, Wolle, Daunen, Fellen und Schwefel, der auf der Vulkaninsel leicht abgebaut werden konnte.

1536 beschloss das Allthing, erneut durch Impulse aus Neuenkirchen und Albernia, die Reformation in Eldeyja durchzusetzen. Die seit jeher schwach ausgeprägten Strukturen der katholischen Kirche hatten dem nichts entgegenzusetzen, so dass die Insel von schwereren Auseinandersetzungen verschont blieb.

Nachdem die Pest im 14. und 15. Jahrhundert gewütet hatte, folgte im 17. Jahrhundert eine Pockenepedemie, bei der 25.000 Eldländer starben. Als zudem am 8. August 1783 der Lakti-Krater am Höfudjökull ausbrach, erwog man gar eine Evakuierung der Insel.

In den 1870er Jahren begann eine Auswanderungswelle nach Astor, die durch Hungersnöte ausgelöst wurde. Eine Volkszählung von 1876 ergab eine Einwohnerzahl von nur noch 80.000 Menschen auf der Insel.

1915, also relativ früh, führte das Allthing das aktive und passive Wahlrecht für Frauen ein.

1973 verheerte der Ausbruch des Erdfell die Gegend um Borgfjell.